Anis

Anis polnisch „anyż“ (lateinisch: Pimpinella anisum), das Wundermittel bereits in der Antike!

Die einjährige sehr geruchsintensive Pflanze mit einem starken Aroma.
In Griechenland wird dieses unverkennbare Aroma gerne für landestypischen Schnäpse und Likören verwendet.
Das Gewürz hat in Europa eine sehr lange Tradition. Durch die anerkannte heilende Wirkung der Anis Pflanze hat es sich bereits in der Antike als Heilmittel bei Magen Darm Erkrankungen, Bauchschmerzen und Erkältungskrankheiten mit Husten bewährt.
In der heutigen Zeit wird die Pflanze häufig in Form von ätherischem Öl zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten eingesetzt.
In der westlichen Küche wird das Gewürz häufig in der Weihnachtszeit zum Backen von Brot, Kuchen oder Lebkuchen verwendet.

An den aromatischen Geschmack des Gewürzes erinnern sich viele Personen an Ihren letzten Urlaub an der Ägäis. Hier wird in vielen traditionellen Restaurants der griechische Anisschnaps gereicht. In Griechenland ist dies häufig ein Ouzo und in der Türkei der traditionelle Raki.
Getränke die mit dem feinen Gewürz veredelt sind, nennt man daher häufig Aperitif.
Das Gewürz regt die Verdauungstätigkeit an und schmeckt ganz hervorragend.

Die Verwendung des Gewürz hat nicht nur eine lange Tradition in Getränken auch, als Gewürz ist es kaum noch wegzudenken. In Süd Tirol wird es regelmäßig zum Weihnachtsgebäck hinzugegeben und verleiht diesem seinen unverkennbaren Geschmack.

Das Gewürz enthält 3 Prozent ätherische Öle sowie Calcium, Magnesium und Eisen. Die ätherischen Öle werden häufig in Kosmetik oder medizinischen Produkten verwendet.

Die Ernte und Verarbeitung!
Im frühen Herbst färben sich an der Pflanze die sogenannten Dolden. Diese werden von der Pflanze getrennt und zum trocken aufgehängt, feine Leinentücher fangen nun die Samen der Pflanze auf.

In der professionellen Landwirtschaft wird die Pflanze gedroschen, maschinell gewaschen und zum Teil zur Weiterverarbeitung verwendet.

Der Geschmack!
Der Geschmack ist leicht süßlich erinnert ein wenig an Fenchel.

Warnhinweise:
frisches Anis-Öl sollte nicht unverdünnt eingenommen werden. Dies kann zu allergischen Reaktionen führen!

Tipp
Das Gewürz ist sehr würzig, wenn möglich, ganze Samen im Mörser zerstoßen, da entwickelt es doppelt so viel Aroma wie schon gemahlener, der seine Würzkraft schnell verliert.

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