Majoran

Majoran polnisch “majeranek”, lateinisch Origanum majorana genannt, ist eine einjährige Pflanze. Sie ist auch unter dem Namen Maiwürzkraut bekannt. Die Gewürzpflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt ursprünglich aus Asien. Die Blüten der Pflanze sind weiß oder lila. Die Blätter sind leicht behaart, eiförmig und dunkelgrün. Mehrjährige Pflanzen, die winterhart sind, sind weniger aromatisch als die einjährige. Das Gewürz wurde bereits bei den Römern bevorzugt in der Küche verwendet. Als Aphrodisiakum setzte man den Majoranwein auch in der Antike ein. Dieser galt als potenzfördernd.

Der Geschmack von Origanum majorana ist sehr kräftig und würzig. Zudem schmeckt er leicht herb und der Duft ist sehr intensiv. Deshalb sollte man ihn eher sparsam in der Küche verwenden. Die Pflanzenblätter können frisch verwendet werden oder auch in getrockneter Form. Den getrockneten Blätter kann man gemahlen oder gerebelt kaufen. Die gerebelte Variante enthält mehr Würzkraft als die geriebene. In Wurstwaren ist das Gewürz sehr oft enthalten. Auch Leberknödel, Eintöpfe oder Bratkartoffeln werden mit Majoran gewürzt. Weitere Anwendungsgebiete sind Lammgerichte, Schweinefleisch oder Wurstsalat.

Gelagert wird Majoran, da er sehr lichtempfindlich ist, dunkel, trocken und kühl. Die Majoranpflanze enthält auch ätherische Öle, die man wirkungsvoll einsetzen kann. Das Öl wirkt antibakteriell, muskelentspannend, blutdrucksenkend und verdauungsfördernd. Die Ernte der Pflanze sollte vor Juni, also vor der Blüte erfolgen. Wenn man selbst diese Gewürzpflanze pflanzen möchte, eignet sich ein sonniger Standort. Sie ist ein sehr beliebtes Gewürz und kann zum Grillen oder Kochen gut eingesetzt werden.

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