Piment

Piment polnisch “piment”

Allgemeines

Piment ist ein echter Alleskönner in der Küche. Er eignet sich zum Würzen von süßen, aber auch herzhaften Speisen.
Man kann ihn unter vielen verschiedenen Namen finden. Unter anderem wird er auch als Gewürzkörner, Nelkenpfeffer, Jamaikapfeffer oder Neugewürz bezeichnet.
Dabei fällt auf, dass er häufig als Pfeffer bezeichnet wird. Diese Bezeichnung ist aber nicht korrekt. Genau genommen handelt es sich hierbei um ein Myrtengewächs. Sein Entdecker Christoph Kolumbus hielt es seinerzeit aufgrund seines Aussehens für Pfeffer und gab ihm den entsprechenden Namen.

Herkunft

Bei Piment handelt es sich um die nicht ganz reifen Früchte des immergrünen Baumes Pimenta dioica (Nelkenpfefferbaum). Die beerenähnlichen Steinfrüchte werden noch grün geerntet, da sie voll ausgereift ihr Aroma verlieren.
Im Laden hat das Gewürz dann allerdings eine rotbraune Färbung, das liegt daran, dass es nach der Ernte bis zu zehn Tage in der Sonne getrocknet wird.
Das Hauptanbaugebiet vom Nelkenpfeffer ist Jamaika. Zwei Drittel des Gewürzes werden dort angebaut. Weitere Herkunftsländer sind Barbados, Mexiko und Guatemala, allerdings kommt aus Jamaika die höchste Qualität.

Geschmack

Es besitzt eine geschmackliche Ähnlichkeit mit Pfeffer, sowie Nelken, Muskat und Zimt und wird deswegen häufig auch als “Allgewürz” bezeichnet.
Hauptbestandteil ist das ätherische Öl Eugenol, welches auch in der Gewürznelke zu finden ist. Nelkenpfeffer besitzt aber eine deutlich stärke Schärfe. Hinzu kommt ein süßliches-herbes Aroma, welches dem Gewürz eine ganz eigene Note gibt.

Verwendung

Das Gewürz ist vielseitig einsetzbar. Es kann im Ganzen, zerstoßen oder zermahlen beim oder nach dem Kochen hinzugefügt werden.
Bei einer längeren Kochzeit empfiehlt es sich, die Beere im Ganzen hinzuzugeben. Den stärksten Effekt erzielt man allerdings mit frisch gemahlenem Nelkenpfeffer, deswegen ist auch Vorsicht mit der Menge angesagt. Lieber nachwürzen, als zu viel davon im Essen. Das kann das ganze Gericht ruinieren.
Verwendung findet es vor allem bei kräftigen Gerichten, wie Fleisch oder Lamm, aber auch Suppen, Eintöpfe oder Pasteten lassen sich gut damit ergänzen.
In der Weihnachtszeit kann man es auch prima zur Herstellung Weihnachtsgebäcken wie zum Beispiel Aachener Printen oder Spekulatius verwenden oder zum würzen von Glühwein.
Aber auch bei der Produktion von Wurst oder eingelegten Gurken wird gern zum Nelkenpfeffer gegriffen.
Darüber hinaus lässt es sich auch gut mit anderen Gewürzen kombinieren. Hier eignen sich aufgrund der hohen geschmacklichen Ähnlichkeit besonders Zimt, Gewürznelken, Pfeffer, Ingwer, Lorbeer oder Muskatnuss.
Fenchel, Basilikum und Salbei harmonieren ebenfalls gut mit dem Nelkenpfeffer.

Lagerung

Wie viele Gewürze mag auch dieses kein Licht. Am Besten bewahren Sie es deswegen an einem kühlen, dunklen und trockenem Ort auf. Wenn Sie die gemahlenen Form zu Hause haben, dann achten Sie unbedingt auf eine luftdichte Verpackung, damit der Piment nicht an Geschmack einbüßt.

Ähnliche Einträge